umbau bürogebäude kirschgartenstrasse basel

2008-2009

Mit dem Auszug der Basler Druck und Verlag AG und der Neunutzung der Räumlichkeiten durch die Büros in den Obergeschossen und des Ladens im Erd- und Untergeschoss wurden bauliche Veränderungen unumgänglich. Diese notwendigen Sanierungen und Veränderungen sollten sich aber der vorhandenen Gebäudetypologie unterordnen und die bestehende Bausubstanz berücksichtigen. Die Fassade an der Kirschgartenstrasse war mit den Fensterband in den Obergeschossen und den Betonraster im Erdgeschoss klar horizontal gegliedert. Die ursprüngliche Erdgeschossfassade kennzeichnete sich durch die Betonstruktur mit den markanten Schaukästen für die Druckerei und der transluzenten Verglasung aus, welche das Licht hinein lies, aber den Passanten keine Durchsicht in die Druckerei gewährte. Im Gegensatz dazu benötigt das Möbelgeschäft ALINEA grosse Schaufenster und eine gute Einsicht ihre Räumlichkeiten um die Kunden und Passanten adäquat anzusprechen. Die horizontale Gliederung wird mit der neuen Fassade weitergeführt, einzig das Betonraster wurde mit einer rahmenlosen Verglasung ersetzt. 

Für den Innenausbau wurde bewusst ein sehr subtiler Umgang mit den Ergänzungen und Materialien gesucht. Das Grundkonzept von Werner Abt ist es, dass der neue Laden einer kleinen, alten Stadt entspricht. Diese besteht aus Rathaus, Verwaltung, Marktplatz, Cafeteria, Museen, Park, etc. und ist in unterschiedliche Zentren und Quatiere gegliedert. Die Stadt ALINEA stellt anstelle der Häuser die Möbel. Bei aller Gliederung durch trennende Strukturen muss der Himmel üner alles hinweg immer sichtbar bleiben. Mit den Stützen, der Treppe und den freistehenden Innenwänden konnte diese räumliche Komplexität geschaffen werden.

Die bestehende Bausubstanz mit der rohen Betondecke und den neuen Elementen der Treppe und der frei stehenden Wänden in rohem Gips und rohem Metall bilden eine zurückhaltende Einheit bei welcher das Möbel in den Vordergrund gerückt wird. Analog dazu sind auch die Räume im 2. Obergeschoss geplant und ausgeführt, von einer gemeinsamen Mittelzone mit Aufenthalt, Cafeteria und Besprechungsraum werden die beiden Büros erschlossen.

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